Git - Details und Einsatzmöglichkeiten

Die Entwicklung im Team ist ein wichtiger Bestandteil jedes größeren It-Projekts. Versionsverwaltungstools sind dafür unersetzlich, bringen jedoch einige Schwierigkeiten mit sich, die es zu umschiffen gilt.

Am 14. Juni präsentierte PhD-Student Florian Sattler in seinem Talk "Git - Advanced usage and details" Ideen für den geschickten Umgang mit dem Versionsverwaltungstool git. Er stellte Grundlagen sowie fortgeschrittene Tricks in der Handhabung von git vor und zeigte humorvoll "Dos and Don'ts" für den Umgang git und dem "täglichen Wahnsinn" beim Arbeiten im Team auf. Für die Zuhörer entwickelte er eine Art Handbuch für brenzlige Situationen, die so gut wie jedem Entwickler bekannt vorkommen: bei verlorenen Commits hilft git reflog, den verantwortlichen Commit zu finden. "aber-beim-letzten-Mal-ging-das-doch-noch"-Situationen findet man am Besten mit git bisect; git blame findet zeilenbasiert den Urheber eines Stücks Code (eignet sich allerdings für Teambildingzwecke häufig weniger...) und für Multitasker empfiehlt sich neben der Verwendung von branches die Benutzung von git worktree. Ausführlich widmete sich Florian auch dem mächtigen Befehl git rebase und warnte die Zuhörer mit Analogien aus der Zeitreiseliteratur ausdrücklich vor der Verwendung bei bereits gepushtem Code -- die Folgen für die (Versionsverwaltungs-)Gegenwart können verherend sein.

Insgesamt war der Vortrag eine kurzweilige Einführung in diverse fortgeschrittene Tools und Techniken für git. Der Foliensatz (auf Nachfrage gerne erhältlich unter der E-Mail Adresse pr-taskforce@ieee.uni-passau.de) kann zusätzlich als Gedankenstütze für git-Notfälle in der Zukunft dienen.